Chinesische Medizin

Die Chinesische Medizin ist eine Heilkunst, die sich vor über 2000 Jahren in China herausbildete und über die Jahrhunderte hinweg weiterentwickelte.

Bei der Integration der Klassischen Akupunktur in die westliche Medizin ist Umdenken gefragt. Das chinesische Weltbild beruht auf der Vorstellung von Gleichgewichtsverhältnissen, beispielsweise dem gegenseitigen Zusammenspiel von Yin und Yang und den fünf Elementen untereinander (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser). Nachdem diese Begriffe ursprünglich philosophischer Natur waren, wurden sie später auch auf alle Vorgänge im Körper übertragen.

In „Das Buch des gelben Kaisers zur Inneren Medizin“, dem sogenannten Huángdì Nèijīng, wurden bereits 230 v. Chr. Vorstellungen von der Entstehung des Lebens, von Gesundheit, Krankheit oder Krankheitsentstehung niedergeschrieben.

Akupunktur

Die Lebensenergie „Qi“ zirkuliert in unserem Körper immer und überall und umfasst alle unsere körperlichen und geistigen Funktionen.

Wurde ein Ungleichgewicht im „Qi-Fluss“ festgestellt, kann dieses mittels Akupunktur ausgewählter Punkte korrigiert werden. Dazu werden sehr dünne Nadeln schmerzarm oder sogar schmerzfrei bis zum Akupunkturpunkt eingeführt, der in der Regel wenige Millimeter unter der Hautoberfläche liegt.

In Abhängigkeit von dem zu behandelnden Ungleichgewicht verbleiben diese Nadeln zwischen 15 – 30 min, währenddessen Sie Zeit haben zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen. Bei Kindern genügen wenige Minuten oder sogar Sekunden.

Anwendungsgebiete

Die Stärke der Chinesischen Medizin liegt in der diagnostischen Möglichkeit, bereits sich anbahnende Krankheitszustände festzustellen.

Wichtig ist ebenfalls zu betonen, dass Akupunktur den ganzen Menschen behandelt und nicht eine lokale Störung, deren Ursache möglicherweise ganz woanders als am Ort des Erscheinens zu behandeln ist. Auch wenn sich wichtige Symptome wie z.B. Migräne ähneln, so sind die Ursachen doch meist vielfältig und unterschiedlich. Deshalb muss auch die Therapie unterschiedlich sein.

Aus diesem Grunde ist die Erstbefragung maßgeblich und von großer Bedeutung.

Die WHO hat eine Liste von Erkrankungen veröffentlicht, die erfolgreich mit Akupunktur behandelt werden können.

Moxibustion

Bei der Moxibustion wird der Akupunkturpunkt mit Beifußkraut mittels verschiedener Techniken erwärmt. Beifuß (Artemisia vulgaris) ist eine Heil- und Gewürzpflanze, die eine besonders milde und tiefenwirksame Wärme erzeugt. Durch diese Wärme können energetische Leere- oder Kältezustände des Körpers behandeln werden.

Ernährung

Aus Sicht der Chinesischen Medizin entsteht eine Erkrankung dann, wenn ein äußerer und/oder innerer Störfaktor stärker ist als das gesunde „Qi“ des Körpers, und somit das System in eine Dysbalance gerät, aus der es sich selbst nicht mehr befreien kann.

Eine der wichtigsten Quellen für das gesunde „Qi“ ist die Nahrung. Der Geschmack der Lebensmittel beispielsweise hat eine direkte, stärkende Funktion auf zugeordnete Organe. Ein Übermaß an bestimmten Lebensmitteln kann die Organe jedoch auch schädigen.

Somit ist es bei einigen Krankheitsbildern sehr sinnvoll (parallel zur Akupunkturbehandlung) eine Änderung in den Ernährungsgewohnheiten zu vollziehen. So kann eine Verbesserung des Wohlbefindens oder die Linderung einer Erkrankung beschleunigt werden oder Rezidive vermieden werden.

Labordiagnostik

Hin und wieder ist es sinnvoll neben der Diagnoseerhebung nach Chinesischer Medizin auch die moderne Labordiagnostik mit einzubeziehen.

So kann ich mir beispielsweise zu Beginn der Behandlung ein umfassenderes Bild vom Ausmaß der zugrundeliegenden Erkrankung machen, oder auch im Laufe der Behandlung den Genesungsverlauf kontrollieren. Gleichfalls kann ich so zeitnah einschätzen, inwieweit ein Facharzt in die Behandlung mit einbezogen werden muss, wenn dies nicht schon der Fall ist.

Nebenbei ersparen Sie sich lange Wege und Wartezeiten zur Blutentnahme.

Behandlungskonzept

Der erste Termin (insg. ca. 90 – 120 min) beinhaltet

  • eine ausführliche Befragung/Anamnese
  • eine Puls- und Zungendiagnose
  • weitere körperliche Untersuchungen bzw. Labordiagnostik
  • die Erstellung der Basisdiagnose
  • eine grobe Einschätzung über die Dauer und die Behandlungsfrequenz
  • eine erste Akupunkturbehandlung

Alle weiteren Termine (ca. 45 min) umfassen

  • genügend Raum für Fragen, Beratung, Gespräche
  • eine Puls- und Zungendiagnose zur Kontrolle des Genesungsverlaufs
  • eine Akupunkturbehandlung/Moxibustion/Schröpfmassage